Calcium- und Vitamin-D-Bedarf

Calciumbedarf pro Tag

Kinder bis 15 Jahre: 600-1000 mg
Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren: 1200 mg
Erwachsene: 1000 mg
Schwangere und stillende Mütter: 1200 mg
Osteoporosekranke: 1500 mg

Calciumaufnahme mit der Nahrung

Durch die Nahrungsaufnahme ist eine ausreichende Zufuhr von Calcium meist zu realisieren. Zum Beispiel werden mit dem täglichen Verzehr von
- zwei kleinen Bechern Joghurt (300 g),
- zwei Scheiben Hartkäse (50-60 g) und
- einem Glas Milch (200 ml)
etwas 1000 mg Calcium aufgenommen. Das Trinken von einem Liter calciumreichen Mineralwassers mit mehr als 300 mg Calcium pro Liter liefert weitere 300 mg.

Gleichzeitig sollten Lebens- und Genussmittel, die die Calciumaufnahme beeinträchtigen können, gemieden oder nur selten und in geringen Mengen verzehrt werden. Dazu zählen Fleisch und vor allem Wurstwaren, Kaffee und schwarzer Tee, alkoholische Getränke, Softdrinks (Cola, Fanta etc.), Schmelzkäse, oxalsäurereiche Lebensmittel wie Spinat, Rhabarber und Spargel.

Wenn es aus diätetischen Gründen (erhöhter Cholesterinspiegel, Milcheiweißallergie, Laktoseintoleranz) nicht möglich ist, den Calciumbedarf aus der Nahrung zu decken, sollten Calciumtabletten eingenommen werden.

Um Calcium aus dem Darm aufnehmen und in die Knochen einbauen zu können, benötigt der Körper Vitamin D. Vitamin D2 wird durch UV-Bestrahlung aus Vorstufen in der Haut gebildet. Vitamin D3 wird mit der Nahrung (Milch, Leber, Eigelb) aufgenommen. Durch Stoffwechselschritte in Leber und Nieren wird das aktive 1,25-Dihydroxycholecalciferol gebildet. Bei Erkrankungen des Darmes, der Leber oder der Nieren kann es zu einem Mangel an aktivem Vitamin D kommen.

Zur Basistherapie der Osteoporose wird die Gabe von 1000-1500 mg Calcium und 400-800 I.E. Vitamin D3 empfohlen.

Da die Aufnahme aus dem Darm von Calcium und Vitamin D bei verschiedenen Lebensmitteln oder Präparaten individuell sehr unterschiedlich sein kann, ist die Überprüfung des Vitamin D-Spiegels im Blut und die Kontrolle der Calciumausscheidung im Urin anzuraten. Verschiedene Calcium und Vitaminpräparate können Sie im Supermarkt, in Drogerien oder Apotheken kaufen. Sie unterscheiden sich bzgl. der Zusammensetzung und des Preises.


 
Endokrinologen Prof. Happ, Dr. Santen, Dr. Engelbach, Frankfurt





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