Rheumatologische Erkrankungen

Unter rheumatologischen Erkrankungen versteht man im Allgemeinen Erkrankungen, die entzündlich und meistens durch das Immunsystem vermittelt verlaufen. Dabei können Gelenke, die Wirbelsäule, Gefäße, Muskeln sowie andere Strukturen und Organe des Körpers betroffen sein.

Die Diagnose wird häufig mit Hilfe von verschiedenen Bausteinen erstellt. Dazu gehören die Krankheitsgeschichte (Anamnese), die körperliche Untersuchung, spezielle Laborparameter sowie bildgebende Verfahren (z.B. Ultraschall, Röntgen, Computertomographie oder Kernspintomographie).

Je nach Erkrankung können unterschiedliche Therapiekonzepte erstellt werden. Häufig spielen zunächst die Kontrolle von Schmerzen sowie eine Entzündungshemmung eine wichtige Rolle. Dabei werden z.B. nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) sowie Glucocorticoide („Cortison“) eingesetzt. Abhängig von der Diagnose und dem Schweregrad der Erkrankung werden im Verlauf sogenannte Basistherapien (DMARDs, z.B. Methotrexat, Sulfasalazin, Hydroxychloroquin, Azathioprin) eingesetzt. Bei schweren Verläufen stehen seit einigen Jahren auch eine Vielzahl an neuen Therapieformen zur Verfügung (Biologika oder tsDMARDs).

Zu den typischen rheumatologischen Erkrankungen zählen:

  • Rheumatoide Arthritis
  • Psoriasisarthritis
  • Axiale Spondylarthropathien (z.B. Morbus Bechterew)
  • Reaktive Arthritis
  • Kollagenosen (z.B. Systemischer Lupus Erythematodes, Systemische Sklerose, Sjögren-Syndrom)
  • Vaskulitiden (Riesenzellarteriitis, Takayasu-Arteriitis, ANCA-assozierte Vaskulitis (GPA, MPA))
  • Arthritis urica (Gicht) und andere Kristallarthropathien
  • Polymyalgia rheumatica
  • Myositiden und Overlap-Syndrome